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Schlehe
Obst
Schlehe | Blackthorn

Die Schlehe (lat. Prunus spinosa) ist ein Rosengewächs und wird, wegen ihrer Dornen, auch Schwarz- oder Schlehdorn genannt. Heimisch ist diese Pflanze in Mitteleuropa. Inzwischen kommt sie bis zu der Höhe von Südschweden und bis zu dem Ural vor. Ebenso wächst sie heute in den gemäßigten Gebieten Vorderasiens, Nordafrikas und Nordamerikas.
Die Verwendungsmöglichkeiten der Schlehen waren schon in der Pfahlbauzeit bekannt. Beim Ausgraben dieser Siedlungen wurden Steine von Schlehen gefunden. Araber, Griechen und Römer und die Menschen des Mittelalters nutzten die Blüten und Früchte als Heil- bzw. Nahrungsmittel.
Der bis zu 2m hoch wachsende, dichte Strauch liebt trockene, sonnige Standorte. Die Zweige tragen Dornen und die Blätter sind spitz und grün gezackt. Die leuchtend weißen Blüten stehen einzeln an kurzen Trieben. Der zarte Duft ihrer Blätter lockt die Insekten an. Die sich aus den Blüten entwickelnde, kugelige, nicht ganz kirschgroße Frucht ist zunächst grün und, wenn sie reif ist, schwarzblau. Erst nach dem Frost löst sich das grüne, säuerlich schmeckende Fruchtfleisch von dem Steinkern im Inneren. Danach schmecken Schlehen auch mehlig-süß und müssen sofort verarbeitet werden.
In der Medizin verwendet man mehr die Blüten, während man die Früchte als Nahrungsmittel verwendet. Aus dem Fruchtfleisch werden Saft - der auch zu Gelees verarbeitet wird -, Sirup, Marmelade - allerdings müssen die Früchte, wegen der Kerne durchpassiert werden -, Likör und der exzellente Schlehengeist hergestellt. Vereinzelt wird auch Schlehenwein angeboten.

Die Inhaltsstoffe der Blüten sind:
Flavonoide und Kämpferolglykoside,
sowie Quercetin, Quercitrin, Rutin und Hyperosid.
Weiterhin Spuren von Blausäureglykosids.
Die medizinische Wirkung ist harntreibend und schwach abführend.
Die Inhaltsstoffe der Beeren sind:
Vitamin B und C,
sowie Wirkung auf den Stoffwechsel des Körpers.

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. April 2009 um 06:50 Uhr
 

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