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Quitte | Quince Die Quitte (lat. Cydonia oblonga) gehört zu der Familie der Rosengewächse. Als es noch nicht so eine große Auswahl von Obstsorten gab, war diese heute etwas vergessenene Frucht sehr beliebt. Die reifen Früchte verströmen einen angenehmen, eigentümlichen Geruch. Die lateinische Bezeichnung "Cydonia" geht auf die Landschaft in Kreta zurück, die wegen der Qualität ihrer Quitten berühmt gewesen sein soll. Das Herkunftsland der Quitte ist Persien. Von dort breitete sie sich in der Antike als Nutzpflanze aus. Bei den Griechen war sie das Sinnbild von Liebe und Fruchtbarkeit. Bei den Römern benutzte man gepreßtes Quitten-Öl zur Parfümherstellung. Der bis zu 8m hoch wachsende Quittenbaum braucht guten, tiefen Boden warmes Klima und nicht zuviel Feuchtigkeit. Seine Blüten sind rötlich weiß. Die Quitte wird in zwei Fruchtformen unterschieden: Der Apfelquitte (lat. Cyd.obl.var. maliformis) und der Birnenquitte (lat. Cyd.obl.var. piriformis). Weil ihr hartes Fruchtfleisch schnell körnig wird, muß man Quitten vor der Vollreife ernten. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, daß die Quitten unversehrt, schwer und von kräftiger, gelber Farbe sind. Bei Zimmertemperatur reifen zu helle Früchte gut nach. Kleine Punkte auf der Schale sind nich qualitätsmindernd. Kühl gelagert halten sie sich einige Wochen frisch. Zum Einfrieren eignen sie sich frisch nicht. In den südlicheren Ländern gibt es weiche Quittensorten. Aber meist sind die Früchte hart und holzig, sodaß man sie nicht roh essen kann. Sie müssen vor der Weiterverarbeitung erst gekocht werden. Auch wegen der in den Quitten enthaltenen Gerbsäure Tannin, können sie nicht roh gegessen werden. Dieser Bitterstoff verschwindet beim Kochen. Man bereitet die Früchte für das Kochen folgendermaßen vor: Den Flaum reibt man ab, halbiert und entkernt und würfelt sie. Dann gibt man sie, mit Wasser bedeckt, in einen Topf und läßt sie 20 bis 25 Minuten kochen. Danach streicht man sie durch ein Haarsieb und erhält so das Quittenmus, das viel Pektin enthält. Der Name "Marmelade" geht auf "Marmelo" zurück, das portugiesische Wort für Quitte. Marmelade ist das am meisten hergestellte Produkt aus Quittenmus. Man kann Quitten aber auch gut entsaften sowie zur Likör- oder Weinherstellung verwenden, ein Soufflé oder einen pikanten Guß für Früchtekuchen zubereiten. In den mediterranen Ländern werden zu vielen Fleischgerichten gekochte Quittenstücke gereicht. Die bekannte spanische Paste "Dulce de membrillo" wird aus Quitten hergestellt. An Inhaltsstoffen enthalten Quitten Vitamin C sowie Kalium und Kupfer. Sie sind ein wirksames Mittel gegen Durchfall. Eine heilende Wirkung bei Entzündungen und Erkältungen haben die zu einem Fünftel aus Schleimstoffen bestehenden Samen der Frucht. Man weicht dazu die Samen in warmen Wasser ein, dabei löst sich der Schleim.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. April 2009 um 15:05 Uhr |
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