Mandarine | Mandarin
Die Mandarine (lat. Citrus reticulata) ist ein zitrusartiges Rautengewächs. In ihren Arten weißt sie große Unterschiedlichkeiten auf, die sich dadurch entwickelten, daß diese Obstart lange Zeit als Wildpflanze lebte und viele Varianten bilden konnte, die durch natürliche Kreuzungen entstanden.
Vor 3000 Jahren wurde diese Obstart schon im asiatischen Raum kultiviert. Sie beschränkte sich lange Zeit nur auf die Gebiete von Indochina, Nordostindien und Südostchina. Nach Europa und Amerika kamen diese Früchte erst im 19.Jahrhundert. Heute sind die Hauptanbaugebiete im westlichen Mittelmeerraum zu finden.
Den Namen "Mandarine" verdankt dieses Obst der Farbe seiner Schalen. Sie gleicht in dieser Farbe der Amtstracht der Mandarine, der hohen Beamten des Chinesischen Kaiserreichs.
Mandarinen wachsen auf kleinen Bäumen, die höchsten 3m hoch werden. Der Baum hat glänzend dunkelgrüne Blaetter und treibt weiße kleine, in Büscheln wachsende, stark duftende Blüten. Sie haben die Form von kleinen, platten Orangen. Die Früchte lassen sich im Gegensatz zu den Orangen sehr leicht schälen. Auch das Zerlegen der Frucht ist problemloser. Mandarinen haben keine oder nur ganz wenig Kerne. Das süße Fruchtfleisch ist sehr aromatisch.
Die wichtigsten Anbauländer sind heute Marokko, Algerien, Israel und Spanien. Dort wird auch ein Großteil der Ernte zu Konserven verarbeitet.
Bekannte Unterformen der Mandarine sind:
1. Satsuma ist eine durch Mutation in Japan entstandene Form der Mandarine.
2. Clementine ist sehr süß und durch die Kreuzung verschiedener Mandarinensorten Anfang des 20.Jahrhunderts entstanden. Der Name "Clementine" stammt von dem Franzosen Clement Dozier, einem Missionar in Algerien, dem diese Kreuzung zugeschrieben wird.
3. Tangerine entstand aus einer Kreuzung zwischen Mandarine und Bitterorange. Sie ist nach der nordafrikanischen Stadt Tanger genannt, die ein bedeutender Handelsplatz für Mandarinen war. Tangerinen sind die am Geschmack am köstlichste Mandarinenart. Sie haben ein exzellentes Aroma, ein köstliche Süße und haben wenig Säure. Außerdem enthalten sie wenig Wasser und eignen sich gut als Zugabe zu Speisen.
Mandarinen und ihre verwandten Sorten werden meist als Frischobst gegessen. Sie sind den Orangen gleichwertig, werden aber wegen ihrer einfacheren Handhabung oft lieber verzehrt. Sie gehören in Obst-, Geflügel- und Reissalate, zu Quarkspeisen, zu Eis verarbeitet, auf Käseplatten und sonstige dekorative Beilagen. Konservenobst kann man zu den vorherigen Gerichten und zu Tortenbelag nehmen. Sie sind jedoch weniger schmackhaft als frische Mandarinen.
Die Schalen enthalten das sogen. Mandarinen-Öl, das u.a. zur Herstellung von Duftwassern benötigt wird.
Beim Kauf von Mandarinen sollte man darauf achten, daß sie ohne weiche Stellen und fest sind. Wenn es geht, sollte man lose Früchte kaufen. Frisch gegessen schmecken sie am besten. Im Kühlschrank kann man sie ungefähr zwei Wochen lagern.
Mandarinen und ihre verwandten Sorten haben viel Vitamin C sowie Kalium und Folsäure.
je 100g eßbarer Anteil
| Haupt-Nährstoffe |
Energie |
Mineralstoffe |
Vitamine |
Eiweiß 0,6g
Fett 0,3g
Kohlenhydrate 10,2g
Ballaststoffe 2g |
48 kcal
199 kJ |
Natrium 2mg
Kalium 210mg
Calcium 33mg
Phosphor 19mg
Magnesium 11mg
Eisen 0,3mg
Fluor 0,01mg |
A 0,05mg
B1 0,05mg
B2 0,05mg
C 50mg
E 0,2mg |
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