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Kornelkirsche

Kornelkirsche | Dogwood

Die Kornelkirsche (lat. Cornus mas) wird auch Herlitze, Dörlitze oder Gelber Hartriegel genannt. In Österreich sagt man auch Dirndlstrauch. Sie gehört zu den Hartriegelgewächsen.
Man findet diesen Großstrauch oder Baum, welcher bei einem Alter von 50 Jahren bis zu 8 m groß werden kann, häufig in Südeuropa. Die Kornelkirsche hat goldgelbe Blüten, die in Dolden steht, welche mit kleinen Blättern versehen sind. Es gibt 2 verschiedene Winterknospen: längliche Blattknospen  und kugelförmige Blütenstände.
Die Kornelkirsche bietet der Biene einen wichtigen Nahrungsraum, da sie sehr früh im Jahr blüht (März/ April). Auch für Vögel ist sie aufgrund der Früchte und des dichten Wuchses ein wichtiger Lebensraum.
Das Holz ist sehr hart und hat eine anfangs gelbgraue Rinde, die später zu einer mit abstehenden Schuppen versehen Borke wird.
Die sogenannten Kornellen, die Früchte der Kornelkirsche sind Steinfrüchte, jedoch botanisch gesehen nicht mit der Kirsche verwandt, da sie der Familie der Cornales angehören.
Es gibt in Deutschland 2 sehr häufige Arten der Cornus, die Kornelkische und der Rote Hartriegel (lat. Cornus sanguinea).
Eine kleinere Art der Kornelkirsche findet man in Norddeutschland, die "Schwedische Kornelle", eine 20 cm hohe Staude. Ansonsten wächst sie vorwiegend in südlichen, warmen Ländern. In Italien, wo sie sehr verbreitet ist, hat man sogar fossile Reste dieser Gattung gefunden. Der Beiname "Welsche Kirsche" stammt somit aus Italien (dem "Welschland").
Die Kornelkische wächst bevorzugt auf kalkhaltigen Böden, meist an Hängen, Wäldern und Waldrändern, oft neben Haselnuss, Heckenkirsche, Salweide, Efeu oder Hainbuche.
Sie bietet wichtigen Lebensraum für einheimische Tiere wie Feldhase, Reh (diese ernähren sich von den Blättern und Trieben), Bienen, Vögel, aber auch einige Käferarten.
Die reifen Früchte lassen sich hervorragend zu Marmelade oder Gelee verarbeiten.

Kornelkirschen