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Weintraube

Weintraube | Grape

Weintraube (lat. Vitis vinifera) ist eine der ältesten und weitverbreitetsten Kulturpflanzen der Erde.
Die Urformen dieses Gewächses stammen vermutlich aus den Gebieten um Kleinasien, Armenien und dem Kaspischen Meer. Überall wo es auf der Erde gemäßigtes Klima gibt, ist diese Pflanze im Laufe der Jahrtausende kultiviert worden. Und ebenso lange stellen die Menschen aus den Trauben Wein her. Schon die Griechen und Römer tranken vergorenen Traubensaft und verehrten die Weingötter Dionysos und Bacchus.
In der Bibel spielt der Wein als kultisches Getränk eine große Rolle. Deshalb war der Anbau von Trauben und das Wissen über immer bessere Herstellungsmethoden von Wein ein Anliegen der Klöster.
Als Kletterpflanze benötigen die Trauben am liebsten sonnige Hänge mit Steinböden, die das Tageslicht der Sonne für die Nachtkühle speichern. Dazu ein mildes Klima mit genügend Regen.
Heute kennt man mehr als hundert Traubensorten, mit den unterschiedlichsten Eigenschaften in Geschmack, Größe, Farbe und auch was die Klima- und Bodenverhältnisse angeht. Daraus ergibt sich eine breite Geschmackspalette für dieses Getränk. Professionell angebaut wird der Wein heute nur noch in Monokulturen. Der häufigen Anwendung von Schädlingsbekämpfungs- und Düngemitteln versucht man in letzter Zeit mit der vermehrten Rückbesinnung auf biologische Anbaumethoden zu begegnen.

Aus Südeuropa, Nord- und Südafrika sowie aus Südamerika, Neuseeland und Australien kommen die Trauben, die frisch als Obst gegessen werden. Sie sind meist größer als die Trauben für die Weinherstellung. Kleinere Sorten von Eßtrauben sind dafür meist kernlos. In Farbe und Geschmack sind auch sie unterschiedlich, allerdings insgesamt süßer. Sie werden meist frisch als Obst gegessen, sind eine erfrischende Zutat zu Obstsalaten und Müslis.

Aus Frankreich kommt die Gewohnheit Trauben zum Käse zu reichen. In einigen Weinbauregionen, wie z.B. in Südtirol und Baden, werden sogen. Traubenkuren zur Körperentschlackung angeboten. Man verwendet dazu Eßtrauben oder Traubensaft.
Aus Weintraubenkernen preßt man Traubenkernöl.
Um Weintrauben kurze Zeit lagern zu können, müssen sie kühl und trocken aufbewahrt werden. Damit sie aber aromatisch schmecken, sollten sie einige Zeit vor dem Verbrauch aus dem Kühlschrank geholt werden. Verzehrt werden dürfen Sie nur, wenn sie vorher gut unter fließendem Wasser gewaschen worden sind.

In den wärmeren Ländern trocknet man Weintrauben zu den für die Kuchenbäckerei beliebten Rosinen. Man unterscheidet hier zwischen:
1. Back-Rosinen, sogen. Zibeben, die eine dicke Schale und Kerne haben.
2. Korinthen, sie werden aus den violetten, kleinen, kernlosen Beeren der griechischen Korinthertrauben gewonnen. Sie haben ca.60% Zuckergehalt.
3. Sultaninen sind die hellen, kernlosen Trauben der türkischen Sultana-Traube. Dieser Sorte wird auch gern als Tafeltraube gegessen.

Weintrauben besitzen einen hohen Gehalt an Ballaststoffen. Sie sind gut für die Verdauung. Traubensaft hilft hingegen bei Durchfall.
Trauben lindern Rheuma und Gicht sowie Nieren- und Blasenbeschwerden, da sie die Harnsäureausscheidung unterstützen.
Außer B12 enthalten sie alle Vitamine der B-Gruppe, die wesentliche Bestandteile für unser Nervensystem und den Stoffwechsel haben. Der in den Trauben enthaltene Fruchtzucker hilft den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Außerdem beinhalten Trauben noch Magnesium und Mangan. Diese chemischen Elemente sind gut für den Knochenbau und die Funktion der Muskeln und Schilddrüse.

Weintrauben Weintrauben
Rosinen Rosinen

je 100g eßbarer Anteil
Haupt-Nährstoffe Energie Mineralstoffe Vitamine
Eiweiß 0,7g
Fett 0,3g
Kohlenhydrate 15,2g
Ballaststoffe 1,5g
68 kcal
282 kJ
Natrium 2mg
Kalium 192mg
Calcium 18mg
Phosphor 20mg
Magnesium 9mg
Eisen 0,5mg
Fluor 0,01mg
A 5µg
B1 0,05mg
B2 0,03mg
C 4mg
E 0,7mg