Rosmarin
Der Rosmarin (bot. Rosmarinus officinalis), auch Meertau, Weihrauchkraut oder Rosemarie genannt, gehört zur Familie der Lippenblütler.
Er ist stammt als wilder, immergrüner Strauch aus dem Mittelmeerraum.
Die aromatische, bis zu 2m hoch wachsende Pflanze hat hellviolette Blüten und Triebe, die mit der Zeit verholzen. An diesen wachsen die nadelartigen Blätter, die während und nach der Blüte gesammelt werden. Sie werden frisch oder getrocknet, ganz, geschnitten oder gemahlen verwendet. Am besten hält das Aroma, wenn man ganze Zweige trocknet.
In Europa und Asien hat Rosmarin, wegen der Frostempfindlichkeit, neben geschützten Stellen im Garten, seinen Platz als Topfpflanze auf Balkonen und Fensterbänken gefunden.
In der Antike war das Kraut der Göttin Aphrodite geweiht. Jungfrauen schmückten sich mit Rosmarinkränzen.
In Gedichten und Volksliedern wird Rosmarin oft erwähnt: "Rosmarin und Thymian wächst in unserm Garten." Sein Grün galt früher hoffenden Liebenden als Liebesbeweis. "Drauf schickt ich ihr ein Kränzelein, schön Rosmarin, brauns Nägelein"
Rosmarin war in früheren Zeiten als Küchenkraut sehr begehrt. Ebenso war es Würzbestandteil beim Bierbrauen und bei der Weinherstellung.
In Italien und Frankreichs Küchen ist es auch heute noch unentbehrlich.
Rosmarin paßt, wegen seines würzig-bitteren Geschmacks, gut zu Fleischgerichten, Salzkartoffeln, pikanten Wild- und Fischspeisen sowie Suppen und Saucen. Als Kombination mit Knoblauch und Wein erhalten Speisen ein mediterranes Flair. Ebenso gibt sein Geschmack den verschiedensten Marinaden einen besonderen Reiz. Verwendet wird Rosmarin auch in der Wurstherstellung.
Ebenso sind seine ätherischen Öle ein wichtiger Bestandteil von Duftseifen und Kölnischwasser.
In der Medizin wird Rosmarin zur Kreislaufanregung und zur Beruhigung des Nervensystems als Bademittel empfohlen.
Ein Tip: Da Rosmarin ein sehr starkes Aroma besitzt, sollte man immer nur wenig davon zum Würzen verwenden.