KRÄUTER + GEWÜRZE

Muskat + Macis

Muskat + Macis | Nutmeg + Mace
 

Die Muskatnuss (lat. Myristica fragrans) ist die Frucht des immergrünen Muskatnuss-Baums, der, von den Molukken stammend, sich über alle tropischen Länder verbreitet hat.
Man sagt, daß in frühren Zeiten um dieses Gewürz sogar Kriege geführt wurden. Schon in antiker Zeit war die Nuss als duftende Wohltat hochbegehrt. Mit Ambra und Weihrauch wurde sie auf den Altären der Tempel verbrannt und verbreitete so einen betörenden Wohlgeruch. Selbst ihr doch hoher Preis hielt die Priester nicht von diesen feierlichen Handlungen ab.
Später wurden die Händler reich, die dieses Gewürz von weit her in unsere Regionen brachten. Zuerst die Phoenizier, dann die Perser und Araber.
Die Portugiesen entdeckten nach 1500 den Wert dieser Nuss auf den Molukken. Die Inseln wurden von ihnen annektiert und so konnten sie fortan die Preise diktieren.
Im 17. Jahrhundert besetzten die Niederlande diese Inseln und, um die Preis niedrig und das Angebot spärlich zu halten, schütteten sie damals Tausende Tonnen Muskatnuss ins Meer.
Französische Plantagen entstanden gegen 1800 auf Madagaskar und Mauritius. Von dort wurde bald der gesamte Weltbedarf gedeckt.
Die Muskatnuss ist eigentlich der Samenkern einer fleischigen Frucht. Er wird getrocknet und dadurch steinhart. Mit einem weißen Kalküberzug haltbar gemacht, kommt diese Gewürz zu uns in den Handel.
Ein Hauch von geriebener Muskatnuss wird zu vielen Gerichten benötigt. Kartoffel- und Gemüsegerichte, Fleischspeisen, Brühen, Aufläufe und Pasteten. Aber auch verschiedenen Bäckereien und an manchen Obstsalaten darf Muskatnuss nicht fehlen. Weiter kann eine Spur von Muskat in Likören, Milch, Trinkschokolade, und Punsch zu finden sein.
Die Macis ist der Samenmantel, der die Muskatnuss umgibt. Sie kann auch zum Würzen genommen werden, ist aber milder als die Nuss.

  Muskat Muskat und Macis Muskat und Macis
Macis Muskat