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Kresse
Kräuter + Gewürze
Kresse | Cress

Die Kresse ist eine artenreiche Gattung der Kreuzblütler.
Wildwachsende und kultivierte Pflanze. Der Name stammt wahrscheinlich von dem althochdeutschen Wort "chesso" = scharf.

Brunnenkresse (bot. Nasturtium officinale), auch Wasserkresse genannt, findet man an Quellen und Bächen mit klarem Wasser bis zu einer Gebirgshöhe von 2500m. Aus Südeuropa und Westasien stammend, war diese Pflanze schon bei den Griechen und Römern als Salat begehrt. Seit dem 16.Jahrhundert wird in einigen Gegenden Deutschlands Brunnenkresse als Salatpflanze angebaut. Die krautige ausdaürnde Wasserpflanze hat ein weitverzweigtes Wurzelsystem. Die dunkelgrünen, fleischigen Blätter und die Stengel schmecken leicht brennend rettich- bis senfartig. Am würzigsten und gehaltreichsten sind die jungen Blätter, die reich an Vitamin C und Mineralstoffen sind.
Nach dem Pflücken sollten die Blätter naß transportiert werden und bis zum Verbrauch in kaltes Wasser gestellt werden.
Brunnenkresse schmeckt aufs Butterbrot, zu Eiern, aber auch als Beigabe zu Tomaten und Quark.
In der Naturheilkunde wird Brunnenkresse zur Blutreinigung angewendet, sowie zur Senkung von Fieber.

 

Gartenkresse (bot. Lepidium sativum) Sie stammt aus Persien. Sie ist die bedeutendste von rund 80 Arten der Kressepflanzen. Als Kulturpflanze wird sie in speziellen Gärtnereien angebaut. Hier wird sie ganzjährig geerntet. Wenige Tage nach der Keimung werden die zwei dreigeteilten Keimblätter dicht über dem Boden abgeschnitten. Auf einem Teller mit nassem Küchenkrepp kann man auch selbst Gartenkresse aussähen. Nach einigen Tagen hat man auf der Fensterbank ein grünes Sträußchen, von dem man für seine Speisen ernten kann.
Auch Gartenkresse schmeckt rettichartig und leicht scharf. Ihr Gehalt an Senfölglykosiden und Bitterstoffen erzeugt den würzigen, pikant-scharfen Geschmack.
Klein gehackt schmeckt sie herzhaft aufs Butterbrot, zu kaltem Fleisch, Wurst, Bartkartoffeln, Rührei, Suppen und Salaten.
Gartenkresse ist reich an Mineralstoffen, besonders Eisen, und enthält wertvolle Vitamine.

 

Kapuzinerkresse siehe unter eigenem Kapitel Kapuzinerkresse.

 

Löffelkraut (bot. Cochlearia officinalis), auch Kressekraut, Bitterkraut, Froschlöffel, Löffelkresse oder Skorbutkraut genannt, ist eine mehrjährige wintergrüne Pflanze. Sie wächst auf salzhaltigen feuchten Böden auf der Nordhalbkugel der Erde. Sie wird nach ihren löffelartig gebogenen Blättern, die man ganzjährig ernten kann, genannt. Sie ist eine Rosettenpflanze mit weißen oder violetten Blüten und Schötchenfrüchten.
Löffelkraut schmeckt leicht salzig, scharf-beißend und kresseartig. Sparsam verwendet eignet, es sich gut zum Würzen von Salaten, Saucen und Kartoffelgerichten. Die Blätter können auch gekocht werden.
Das seltene echte Löffelkraut enthält neben Gerb-, Bitter- und Mineralstoffen viel Vitamin C. Deshalb war es früher ein begehrtes Heilmittel gegen Skorbut. Außerdem ist es magenstärkend und wird oft bei Frühjahrskuren angewendet.

 

Breitblattkresse (bot. Lepidium latifolium) ist eine ausdauernde, an den europäischen Küsten heimische Pflanze. In ihrem Geschmack ist sie der Gartenkresse ähnlich. Selbst das Wurzelwerk hat den unverkennbaren Gartenkressegeschmack.

 

Winterkresse (bot. Barbarea vulgaris) wird auch Barbarakraut genannt. Diese bis zu 80cm hochwachsende Wildkresseart ist winterfest. Sie hat gelbe Blüten.
Sie wächst auf feuchten Lehmböden, an Wegrändern und Uferböschungen in Südwesteuropa, Nordafrika und Asien.
Die langstieligen Blätter sind dreifach gefiedert mit einem eirunden Endlappen und werden im Winter und Frühling vor der Blüte geerntet. Sie schmecken scharf, leicht bitter nach Rettich und zugleich nach Kresse. Ihren hohen Vitamin-C-Gehalt haben nur die frischen Blätter, beim Trocknen geht dieser verloren. Winterkresse kann leicht mit Ackersenf verwechselt werden, der aber geschmacklich unwichtig ist.

Kressesorten Brunnenkresse Asiatische Brunnenkresse








 


je 100g eßbarer Anteil
Haupt-Nährstoffe Energie Mineralstoffe Vitamine
Eiweiß 4,2g
Fett 0,7g
Kohlenhydrate 2,5g
Ballaststoffe 3,5g
33 kcal
138 kJ
Natrium 5mg
Kalium 550mg
Calcium 214mg
Phosphor 38mg
Magnesium k.A.
Eisen 2,9mg
Fluor 0,02mg
A 365µg
B1 0,15mg
B2 0,19mg
C 59mg
E 0,7mg



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. April 2009 um 10:48 Uhr
 

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