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Gewürznelke | Clove Gewürznelken (bot. Cariophyllus aromaticus) sind die Früchte des bis zu 12m hoch wachsenden Gewürzbaumes - bot. Eugenia cariophyllata - eines Myrtengewächses. Seine Heimat sind die Molukken, er wurde aber in vielen Tropenländern kultiviert. Sie wurden als die "Nägelein des Mittelalters, von den Minnesängern in ihren Liedern gepriesen. Als kulinarische Kostbarkeit wurden Nelken, im wahrsten Sinne, mit Gold aufgewogen. Die Mächtigen gaben für ihre Beschaffung alles daran. Doch dies war, wegen der Entfernung zu der indonesischen Inselgruppe nicht immer einfach. Die getrockneten braunen kleinen Blütenknospen erhielte sie damals nach den eisernen Nägeln, in deren Form sie ähnlich waren. Nelken gehören zu den ältesten Gewürzen der Menschheit. In Asien besonders China wußte man lange vor der Zeitrechnung schon davon. Gewürznelken werden kurz vor der Blüte als rote Blütenknospen geerntet und getrocknet. Verwendet werden sie - ganz oder gemahlen - zu Braten, Ragouts, Rotkohl, Bäckereien und Kompotts. Genauso wie für Säfte, Glühwein, Feuerzangenbowle. Das Gewürz sollte, wegen seines kräftigen Aromas, immer nur sparsam verwendet werden. Es hilft aber, den Eigengeschmack der Speisen zu verbessern. Nelken finden wir in vielen Gewürzmischungen, z.B. Curry und Lebkuchengewürz. Feine Schokoladen erhalten ihren exquisiten Geschmack mit Nelkengewürz zusammen mit Zimt und Kardamom. In Kölnischwasser sind als Duftstoffe auch Nelken dabei. Das aus dem Blütenknospen gewonnene farblose bis gelbliche stark duftende Nelkenöl hat eine desinfizierende Wirkung. Es wird viel in der Zahnheilkunde verwendet. Bei Zahnschmerzen soll eine auf den Zahn gelegte Nelkenknospe den Schmerz lindern und so den Weg zum Zahnarzt erträglich machen.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. April 2009 um 10:46 Uhr |
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