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Kartoffel | Potato Kartoffeln (lat. Solanum tuberosum) sind ein hochwertiges Grundnahrungsmittel, das eine lange Tradition hat. Ursprünglich in Südamerika heimisch, wurde diese Pflanze im 16. Jahrhundert von den spanischen Eroberern nach Europa gebracht. Nach anfänglicher Skepsis wurden Kartoffeln im 18.Jahrhundert auch in Deutschland als Gemüse entdeckt und sind seither aus unserem Essen nicht mehr wegzudenken. In Mitteleuropa wurden Kartoffeln, neben Weizen, heute die wichtigste Nahrungspflanze überhaupt. Kartoffeln gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie haben weißblaue Blüten und daran grüne Beeren; alle grünen Teile dieser Pflanze sind giftig, da sie das Glykosid Solanin enthalten. Essbar sind die im Boden wachsenden, sich am Wurzelsproß bildenden Knollen. Wegen ihres hohen Stärkegehalts (rund 15%) wird die Kartoffel als Nahrungs- und Futterpflanze sowie zur Herstellung von Stärkemehl und von Spirituosen angebaut. Bekannt sind über 2000 verschiedene Sorten, in Deutschland sind davon ca. 100 Sorten zum Anbau zugelassen. Unterschieden wird nach Reifezeit, Stärkegehalt, Schalen- und Fleischfarbe, Knollenform und der Resistenz gegen Krankheiten, vor allen Dingen den Kartoffelkrebs. Kartoffeln sind, neben der Stärke, reich an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie eignen sich zu Suppen, Salaten, als Beilage, für Gratins und Aufläufe. In den letzten Jahren wurden gefüllte Folienkartoffeln als Leckerbissen entdeckt. Die Kartoffeln sind gut lagerfähig. In dunklen, trockenen, kühlen, allerdings frostsicheren, Kellerräumen kann man sie von der Ernte im Herbst bis in den Mai hinein aufbewahren.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. April 2009 um 17:07 Uhr |
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